1. Wie kann ich mich bewerben?
  2. Wo kann ich ein FSJ machen?
  3. Wie lange dauert das FSJ?
  4. Wie viele Stunden muss ich in der Woche arbeiten?
  5. Gibt es im FSJ eine Altersgrenze?
  6. Welche Geldbezüge bekomme ich im FSJ?
  7. Wer übernimmt meine Fahrtkosten?
  8. Kann ich neben einer Hauptbeschäftigung im FSJ einen Minijob ausüben?
  9. Wie bin ich im FSJ krankenversichert?
10. Was sind Seminare und wo finden sie statt?
11. Wer sind meine Ansprechpartner?
12. Was ist Arbeitsmarktneutralität?
13. Wird das FSJ für meine Ausbildung/Studium/Schule anerkannt?
14. Kann ich das FSJ, wenn nötig, vorzeitig beenden?
15. Kann ich als Asylbewerber ein FSJ absolvieren?

 

1)    Wie kann ich mich bewerben?
Alle wichtigen Informationen rund um das Bewerbungsverfahren finden Sie unter der Rubrik „Bewerben“.

2)    Wo kann ich ein FSJ machen?
Hier finden Sie eine Übersicht über die Art der Einsatzstellen, in denen Sie ein FSJ durchführen können.

3)    Wie lange dauert das FSJ?
Das FSJ wird in der Regel für zwölf zusammenhängende Monate, mindestens jedoch sechs und höchstens 18 Monate geleistet. Mehrere verschiedene, sechsmonatige Freiwilligendienste können auch bis zu einer Höchstdauer von 18 Monaten kombiniert werden.

4)    Wie viele Stunden muss ich in der Woche arbeiten?
In den meisten Einsatzstellen beträgt die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit 39 oder 40 Stunden. Die Teilnahme an den Seminaren/Bildungstagen gilt als Arbeitszeit, d.h. für die Seminarwochen und Bildungstage werden die im Vertrag festgeschriebenen Arbeitszeiten berechnet.

Bei Jugendlichen unter 18 Jahren gelten die Bestimmungen des Jugendarbeitsschutzgesetzes (Jugendarbeitsschutzgesetz [JArbSchG] vom 12 April 1976; BGBI. I Seite 965, zuletzt geändert durch Gesetz vom 31. Oktober 2008; BGBI. I S. 2149).

5)    Gibt es im FSJ eine Altersgrenze?
Ein FSJ dürfen alle Männer und Frauen im Alter von 15 bis 26 Jahren absolvieren, unabhängig von ihrem Schulabschluss und sofern sie die Vollzeitschulpflicht erfüllt haben (je nach Bundesland mit 16, manchmal auch schon mit 15 Jahren).

6)    Welche Geldbezüge bekomme ich im FSJ?
Die Einsatzstellen zahlen den FSJ-lern für die Dauer des Dienstes ein angemessenes Taschengeld zzgl. gegebenenfalls Geldersatzleistungen. Der PARITÄTISCHE orientiert sich am Höchstsatz des möglichen Taschengeldes.

7)    Wer übernimmt meine Fahrtkosten?
Grundsätzlich sind die FSJ-Einsatzstelle und der PARITÄTISCHE als FSJ-Träger nicht verpflichtet, die Fahrtkosten zur Arbeitsstelle und zurück zu erstatten. Diese müssen aus der monatlichen Vergütung bestritten werden. Die FSJ-Teilnehmer haben die Möglichkeit, verbilligte Zeitfahrkarten wie Monats- oder Wochenkarten, wie sie für Auszubildende gelten, zu erwerben. Hierzu erhalten die FSJ-Teilnehmer einen FSJ-Ausweis vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben. Die Fahrtkosten zu den FSJ-Seminaren werden den FSJ-Teilnehmern hingegen zu 100% erstattet. Die FSJ-Teilnehmer sind allerdings verpflichtet, Sparangebote von Bus und Bahn sowie Gruppenfahrkarten zu nutzen. Die Erstattung der Fahrtkosten erfolgt im jeweiligen Seminar.

8)   Kann ich neben einer Hauptbeschäftigung im FSJ einen Minijob ausführen?
Ein Minijob kann ohne Abzüge bei der FSJ-Vergütung bis zu einem Verdienst von zusätzlich € 450,00 ausgeübt werden. Die Ausübung des Minijobs muss außerhalb der Arbeitszeiten des FSJ liegen und die Tätigkeit darf die FSJ-Dienstleistung nicht negativ beeinträchtigen. Der Minijob darf nicht in der FSJ-Einsatzstelle durchgeführt werden.

Bitte beachten Sie, dass Sie für den Minijob in der Betriebsunfall- und Haftpflichtversicherung des Betriebes, in dem der Minijob ausgeübt wird, aufgenommen sind. Lassen Sie sich dies schriftlich vom Arbeitgeber des Minijobs bestätigen. Bei Unfällen und Schäden während der Ausübung des Minijobs haftet nicht die Betriebsunfall- und Haftpflichtversicherung der FSJ-Einsatzstelle! Die wöchentliche Arbeitszeit von FSJ und Minijob darf insgesamt nicht mehr als 48 Stunden betragen. Ein Beispiel: FSJ-Arbeitszeit = 40 Stunden, d.h. der Minijob darf 8 Stunden pro Woche nicht überschreiten. Für FSJ-Teilnehmer/innen unter 18 Jahren gilt das Jugendarbeitsschutzgesetz. Maximale Arbeitszeit sind demzufolge 40 Stunden pro Woche, d.h. minderjährige BFD-Teilnehmer/innen dürfen keinen Minijob während des BFD ausüben.

Anträge auf Genehmigung eines Minijobs erhalten Sie beim PARITÄTischen.

9)    Wie bin ich im FSJ krankenversichert?
FSJ-Teilnehmer müssen sich für die Dauer des FSJ grundsätzlich als eigenständiges Mitglied in der gesetzlichen Krankenkasse pflichtversichen. Sie wählen sich eine Krankenkasse nach Wunsch, lassen sich dort eine so genannte Mitgliedsbescheinigung ausstellen und geben diese vor Beginn des FSJ bei der Personalverwaltung Ihrer Einsatzstelle ab. Die Beiträge zu dieser Versicherung, der so genannte Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil, werden komplett von der FSJ-Einsatzstelle getragen. Eine gegebenenfalls vorher bestehende Familienversicherung ruht für die Zeit des FSJ und kann - z.B. bei Aufnahme einer Berufsausbildung, weiterem Schulbesuch oder der Aufnahme eines Studiums - wieder aufleben. Gleiches gilt auch bei beihilfefähigen Kindern von Beamten. Bestand vor dem FSJ eine private Krankenversicherung, muss dennoch für den Zeitraum des FSJ eine gesetzliche Krankenkasse gewählt werden. Inwieweit die private Krankenversicherung für die Zeit des FSJ "ruhend" gestellt werden kann, muss mit der jeweiligen privaten Krankenversicherung vor dem FSJ geklärt werden. 

 10)    Was sind Seminare und wo finden Sie statt?
FSJ-Teilnehmer sind verpflichtet während ihrer Dienstzeit 25 Bildungstage zu absolvieren. Beim PARITÄTISCHEN sind diese in fünf Wochenblöcken aufgeteilt. Es gibt ein Einführungsseminar, drei Zwischenseminare und ein Abschlussseminar. Während der Seminare werden verschiedene Themen behandelt. Dazu gehören immer die Rechte und Pflichten eines FSJ-Teilnehmers, Gruppeninteraktionen, Hospitationen in untersch. sozialen Einrichtungen und vieles mehr.

11)    Wer ist mein Ansprechpartner?
Der PARITÄTische als FSJ-Träger steht Ihnen gern als Ansprechpartner bei Fragen und Problemen zur Seite. Unsere Kontaktdaten finden Sie hier.

12)    Was ist Arbeitsmarktneutralität?
Arbeitsmarktneutralität bedeutet, dass der Freiwillge durch seine Tätigkeiten keinen hauptamtlichen Mitarbeiter in der Einsatzstelle ersetzen darf. Der Freiwillige wird als zusätzlicher Helfer eingesetzt und darf nur unterstützende zusätzliche Hilfstätigkeiten ausüben. Eine Neueinstellung darf durch den Einsatz des Freiwilligen nicht verhindert werden.

13)    Wird das FSJ für meine Ausbildung/Studium/Schule anerkannt?
Ein FSJ kann als Wartesemester oder Vorpraktikum anerkannt werden. Dies muss aber im Vorfeld mit der zuständigen Universität oder Schule abgeklärt werden, da es je nach Bundesland unterschiedliche Regelungen gibt. Daher der Hinweis: Setzen Sie sich mit der jeweiligen Institution in Verbindung um weitere Informationen zu erhalten.

14)    Kann ich das FSJ, wenn nötig, vorzeitig beenden?
FSJ-Teilnehmer verpflichten sich für die vertraglich festgelegte Dauer (in der Regel zwölf Monate) ihres Dienstes. Der Vertrag kann aus einem wichtigen Grundunter Einhaltung einer Frsit von vier wochen, z. B. bei Erhalt eines Studien- oder Ausbildungsplatzes (oder innerhalb der Probezeitunter Einhaltung einer Frist von zwei Wochen ohne Grund) gekündigt werden. Die Kündigung muss immer dem PARITÄTISCHEN übersandt werden. Die FSJ-Vereinbarung kann jederzeit aufgehoben werden, wenn der Vertrag in beidseitigem Einverständnis zwischen Teilnehmer und Einsatzstelle beendet wird.

15) Kann ich als Asylbewerber ein FSJ machen?
Inhaber einer Aufenthaltsgestattung bzw. einer Duldung nach dem AsylVfG dürfen einen Freiwlligendienst ableisten. Bitte setzen Sie sich hierzu rechtzeitig mit uns bzw. auch der zuständigen Ausländerbehörde in Verbindung.